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Almhütten in Zell am See-Kaprun: Hüttenessen, Preise und Regeln

Best cuisine in the Franzl mountain restaurant — Zell am See-Kaprun, Austria
Foto: © Zell am See-Kaprun Tourismus

Das Wichtigste in Kürze

Bewirtschaftete Almhütten sind im Sommer meist von Ende Juni bis Mitte oder Ende September geöffnet, im Winter entlang der Skipisten von Dezember bis in den Frühling. Klassiker der Pinzgauer Küche sind Kaspressknoedel, Kasnocken, Brettljause und Kaiserschmarrn. Rechnen Sie damit, dass viele Hütten nur Bargeld nehmen, dass warme Küche oft nur bis etwa 16 Uhr läuft und dass die Hütte schließt, sobald der letzte Gast im Abstieg ist.

Teil unseres großen Guides: Restaurants in Zell am See

Die Einkehr auf einer Almhütte ist für viele Gäste der eigentliche Grund, in Zell am See-Kaprun wandern zu gehen. Die Kombination aus zwei Stunden Aufstieg, Aussicht und einem Teller Kaspressknoedel funktioniert seit Generationen. Wer zum ersten Mal kommt, sollte ein paar Dinge über Hüttenkultur wissen, damit der Tag nicht an einer verschlossenen Tür oder am fehlenden Bargeld scheitert.

Was auf den Tisch kommt

Die Pinzgauer Hüttenküche ist deftig, regional und wenig experimentell. Das sind die Klassiker, die Sie auf fast jeder bewirtschafteten Alm finden:

  • Kaspressknoedel: flach gepresste Käseknoedel, entweder in der Rindsuppe oder gebraten mit Krautsalat. Das Nationalgericht der Hüttenkarte.
  • Kasnocken: Nocken mit würzigem Bergkäse und gerösteten Zwiebeln. Deftig und sättigend.
  • Brettljause: kalte Platte mit Speck, Hauswurst, Käse, Kren und Bauernbrot. Ideal zum Teilen.
  • Kaiserschmarrn: die klassische Mehlspeise, meist mit Zwetschkenroester oder Apfelmus. Auf vielen Hütten als Hauptgericht portioniert.
  • Germknoedel: vor allem im Winter auf den Skihütten ein Fixpunkt.
  • Almmilch, Buttermilch und Holunderspritzer als alkoholfreie Klassiker.

Viele Almen verarbeiten eigene Produkte, vor allem Milch, Käse und Butter. Wo das der Fall ist, wird es auf der Karte deutlich ausgewiesen und ist den Aufpreis meist wert.

Die Saison: wann offen ist

Bewirtschaftete Almen folgen dem Almsommer. Das Vieh kommt im Frühsommer auf die Alm und geht im Spätsommer wieder ins Tal, und die Bewirtschaftung folgt diesem Rhythmus. Praktisch bedeutet das:

  • Ende Juni bis Mitte September: Hauptsaison, fast alle Hütten offen. Details im Juli und August.
  • September: die beste Zeit, weil noch offen und deutlich ruhiger, siehe September. Der Almabtrieb beendet die Saison je nach Alm im September oder Anfang Oktober.
  • Winter: die Hütten entlang der Skipisten laufen von Dezember bis in den Frühling, siehe Skiguide.
  • April, Mai, November: Zwischensaison, hier ist fast alles geschlossen, siehe November.

Praktische Regeln

Bargeld mitnehmen. Das ist der wichtigste Punkt. Viele Almhütten haben keine Kartenzahlung, weil Strom und Netz in Höhenlagen nicht selbstverständlich sind. Wer ohne Bargeld aufsteigt, steht im schlimmsten Fall hungrig vor der Karte.

Früh genug einkehren. Die warme Küche endet auf vielen Hütten deutlich früher als im Tal, oft schon um 16 Uhr. Hütten schließen, wenn die letzten Gäste im Abstieg sind, nicht am Abend.

Ruhetage beachten. Auch Almhütten haben Ruhetage. Bei einer längeren Tour mit fest eingeplanter Einkehr lohnt ein Anruf vorab.

Weidevieh respektieren. Auf dem Weg zur Alm queren Sie Weiden. Halten Sie Abstand zu Mutterkuehen mit Kälbern, Hunde gehören an die kurze Leine, und Weidegatter werden immer wieder geschlossen. Ausführlich dazu sichere Almen und mit Hund in Zell am See-Kaprun.

Wie Sie zur Hütte kommen

Fast alle Almen sind zu Fuß erreichbar, viele auch mit Unterstützung einer Bergbahn, was den Aufstieg deutlich verkürzt. Passende Routen finden Sie im Wanderguide, leichte Varianten unter leichte Wanderungen, und für Familien die kinderwagengerechten Wege. Wer die Region geführt kennenlernen will, findet Angebote unter geführte Wanderungen.

Hütten mit Adresse und Standort

Die folgenden Almhütten und Bergrestaurants sind die bekanntesten Einkehrpunkte der Region, sortiert nach Berg. Seehöhe und Zustieg helfen bei der Tourenplanung, Telefonnummer und Adresse beim Anruf vorab. Öffnungszeiten und Ruhetage ändern sich saisonal, ein kurzer Anruf am Vortag erspart den Umweg.

Schmittenhöhe, Zell am See

  • Berghotel Schmittenhöhe, 1.965 m, direkt am Gipfel. Adresse: Berghotel Schmittenhöhe, 5700 Zell am See. Telefon +43 664 1326600. Erreichbar mit der Schmittenhöhebahn, kein Zustieg mit dem Auto.
  • Pinzgauer Hütte, 1.704 m, auf der Westseite der Schmitten. Telefon +43 664 4624480, info@pinzgauer-huette.at. Zustieg rund 45 Minuten von der Bergstation der Schmittenhöhebahn, von Piesendorf zu Fuß rund 2,5 Stunden.
  • Schmiedhof Alm, rund 1.720 m, im Bereich Sonnalm. Adresse: Schmitten 117, 5700 Zell am See. Telefon +43 664 1826290.
  • Glockneralm, oben auf der Schmitten beim Drachenpark, mit Blick auf den Großglockner. Adresse: Schmitten 34, 5700 Zell am See. Telefon +43 664 2083890. Im Sommer etwa von Mitte Juni bis Ende September bewirtschaftet.
  • Blaickner’s Sonnalm, rund 1.400 m, direkt an der Bergstation der Sonnalmbahn. Telefon +43 6542 73262.
  • Berghotel Jaga-Alm, rund 1.200 m, unterhalb der Sonnalm. Adresse: Sonnalmweg 57, 5700 Zell am See. Telefon +43 6542 72969. Als eine der wenigen Hütten auch mit dem Auto erreichbar.
  • Breiteckalm, Schmittenhöhe, 5700 Zell am See. Telefon +43 6542 73419. Nur im Winter geöffnet, im Sommer keine Einkehr.

Kitzsteinhorn und Maiskogel, Kaprun

  • Krefelder Hütte, rund 2.300 m, am Fuß des Kitzsteinhorns. Adresse: Langwiedweg 30, 5710 Kaprun. Telefon +43 664 5444726, info@krefelderhuette.at. Zustieg über die Gletscherbahn bis Langwied beziehungsweise Alpincenter. Die höchstgelegene Hütte in dieser Liste, mit Übernachtungsmöglichkeit.
  • Salzburger Hütte, 1.879 m, am Kitzsteinhorn oberhalb von Kaprun. Telefon +43 6549 7349. Bewirtschaftung im Sommer ab Mitte Juni, Dienstag ist Ruhetag.
  • Maiskogel Alm, nahe der Bergstation der Maiskogelbahn, 5710 Kaprun. Telefon +43 676 5275740. Mit der MK Maiskogelbahn direkt aus dem Ortszentrum erreichbar, dadurch die einfachste Almeinkehr für Familien.
  • Alpenhaus Kesselfall, am Talschluss des Kapruner Tals. Adresse: Kesselfallstraße 98, 5710 Kaprun. Telefon +43 664 9252828. Ausgangspunkt für die Hochgebirgsstauseen, mit dem Auto bis zum Parkplatz Kesselfall erreichbar.

Angaben ohne Gewähr: Preise, Ruhetage und Saisonzeiten legen die Wirtsleute jährlich neu fest. Wer mehrere Bergbahnen für den Zustieg nutzt, fährt mit der Sommerkarte meist günstiger.

Einordnung

Almhütten sind kein Restaurantersatz, sondern ein eigenes Format: einfacher, regionaler, wetterabhängiger. Genau das macht sie aus. Wer klassische Restaurantküche im Tal sucht, findet die Einordnung unter das beste Essen in Zell am See, und für den Abend nach dem Skitag unter Après-Ski.

Häufige Fragen

Wann haben die Almhütten geöffnet?

Im Sommer laufen die bewirtschafteten Almen üblicherweise von Ende Juni bis Mitte oder Ende September, abhängig von Schneelage und Almabtrieb. Im Winter sind die Hütten entlang der Skipisten geöffnet. In der Zwischensaison im Frühjahr und Spätherbst ist fast alles geschlossen.

Kann man auf der Alm mit Karte zahlen?

Nicht überall. Viele bewirtschaftete Almhütten nehmen ausschließlich Bargeld, weil Verbindung und Strom in Höhenlagen nicht selbstverständlich sind. Nehmen Sie für eine Wanderung mit Einkehr immer Bargeld mit.

Was kostet ein Hüttenessen?

Almhütten liegen preislich meist ähnlich wie ein gutes Gasthaus im Tal, teils leicht darüber, weil alle Waren aufwändig hinaufgebracht werden müssen. Ein Hauptgericht mit Getränk bewegt sich im üblichen Rahmen der österreichischen Gastronomie.

Muss man auf der Alm reservieren?

Für kleine Gruppen normalerweise nicht. Ab etwa sechs Personen, an Feiertagen und bei schönem Wetter im Hochsommer ist ein Anruf vorab sinnvoll. Manche Hütten nehmen gar keine Reservierungen an.

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