Das Wichtigste in Kürze
Die Webcams der Region verteilen sich auf drei Ebenen: Talkameras am Zeller See und in den Orten, Mittelstationskameras auf Schmittenhöhe und Maiskogel, und Hochgebirgskameras am Kitzsteinhorn. Betrieben werden sie von den Bergbahnen und vom Tourismusverband, die Live-Bilder finden Sie jeweils auf deren offiziellen Seiten. Entscheidend für die Planung ist, die richtige Höhenebene anzusehen: eine grüne Talkamera sagt nichts über die Verhältnisse auf 3.000 Metern aus.
Webcams gehören zu den meistgenutzten Planungswerkzeugen für einen Urlaub in Zell am See-Kaprun, und sie werden regelmäßig falsch gelesen. Der häufigste Fehler: jemand sieht eine grüne Wiese am Seeufer und schließt daraus, dass in der Region kein Schnee liegt. Tatsächlich sagt eine Talkamera fast nichts über die Verhältnisse auf dem Gletscher aus. Dieser Beitrag ordnet ein, welche Kamera wofür taugt.
Die drei Höhenebenen
Die Kameras der Region lassen sich nach Höhe sortieren, und genau diese Sortierung entscheidet, welche Sie ansehen sollten.
Talebene, etwa 750 bis 800 Meter
Dazu zählen die Kameras am Zeller See, an der Seepromenade, im Ortszentrum und in Kaprun. Sie zeigen, wie der Ort aussieht, ob es regnet, wie die Sicht über den See ist und wie die Straßenverhältnisse sind. Für die Frage Wie wird meine Anfahrt sind sie das beste Werkzeug, für die Frage Wie sind die Pisten praktisch wertlos.
Eine bekannte Talkamera blickt zudem auf den Flugplatz Zell am See, ein beliebter Ausgangspunkt für Rundflüge und ein guter Indikator für die Wolkenuntergrenze im Tal.
Mittlere Ebene, etwa 1.300 bis 2.000 Meter
Hier liegen die Kameras auf der Schmittenhöhe und am Maiskogel in Kaprun. Diese Bilder sind für die meisten Skitage die relevanten: Sie zeigen die tatsächliche Schneeauflage auf den Hauptpisten, den Betrieb an den Anlagen und die Sicht. Der Blick von der Schmittenhöhe über den Zeller See ist gleichzeitig eines der bekanntesten Motive der Region, siehe auch die schönsten Fotospots.
Hochgebirge, über 2.500 Meter
Die Kameras am Kitzsteinhorn reichen bis in den Bereich der Gipfelwelt 3000 auf über 3.000 Metern. Sie zeigen die Gletscherpisten und die hochalpinen Verhältnisse. Wenn Sie im Herbst oder Frühjahr wissen wollen, ob Skifahren überhaupt möglich ist, ist das die entscheidende Ebene, siehe Gletscherskifahren.
Wo Sie die Live-Bilder finden
Die Kameras werden von den jeweiligen Betreibern gestellt: den Schmittenhöhenbahnen für die Zeller Seite, den Gletscherbahnen Kaprun für Maiskogel und Kitzsteinhorn, sowie vom Tourismusverband für die Ortskameras. Die folgenden Links führen direkt zum jeweiligen Livebild, sortiert nach denselben drei Höhenebenen.
Talebene: Zell am See und Kaprun
- Panorama Zell am See – hochauflösender Blick über den Zeller See auf Kitzsteinhorn und Schmittenhöhe, mit Bildarchiv der letzten Tage.
- Zell am See – Thumersbach – Blick vom Ostufer über den See auf den Ort.
- Flugplatz Zell am See – guter Indikator für die Wolkenuntergrenze im Tal.
- Maiskogel Kaprun, 870 m – Talstation in Kaprun.
Mittlere Ebene: Schmittenhöhe und Maiskogel
- Schmittenhöhe Gipfelstation – das bekannte Motiv über den Zeller See und die Referenzkamera für die Zeller Pisten.
- zellamseeXpress Bergstation – Zubringer von Viehhofen, zeigt die Nordseite des Berges.
- Sonnkogel – schwenkbare Panoramakamera.
- Ebenberg – die unteren Abfahrten Richtung Tal.
- Maiskogel Bergstation, 1.570 m – Kapruner Familienberg und Zubringer zum Kitzsteinhorn.
Hochgebirge und Gletscher
- Kitzsteinhorn Gipfel, 3.029 m – die Ebene der Gipfelwelt 3000 und die entscheidende Kamera für hochalpine Verhältnisse.
- Alpincenter, 2.500 m – Herzstück des Gletscherskigebiets.
- Langwied, 2.000 m – die Talabfahrt vom Gletscher.
- Hochgebirgsstauseen Mooserboden – für die Planung des Sommerausflugs zu den Stauseen.
- Heinrich-Schwaiger-Haus – hochalpine Hütte oberhalb des Mooserbodens.
Kamerastandorte und Adressen ändern sich gelegentlich. Sollte einer der Links einmal nicht mehr laden, führen die Übersichtsseiten der Betreiber immer zum aktuellen Stand: Tourismusverband Zell am See-Kaprun, Schmittenhöhenbahnen und Kitzsteinhorn und Maiskogel.
Webcams richtig lesen
- Immer die passende Höhe wählen. Die Talkamera beantwortet Anfahrtsfragen, die Bergkamera Pistenfragen.
- Uhrzeit beachten. Ein dunkles Bild um 17 Uhr im Dezember bedeutet Nacht, nicht Sturm. Im Winter ist es gegen 16:15 Uhr dunkel.
- Vereiste Linse einkalkulieren. Ein weißes, unscharfes Bild kann Raureif auf dem Objektiv sein, nicht Nebel.
- Nicht als Wetterprognose verwenden. Im Sommer kann sich innerhalb einer Stunde ein Gewitter aufbauen. Details zur Wetterlage und Gewitterregel.
- Mit dem Schneebericht kombinieren. Das Bild zeigt Optik, der Bericht zeigt Zahlen, siehe Schneehöhe und Schneebericht.
Webcams für die Vorfreude
Neben der praktischen Planung erfüllen die Kameras noch einen zweiten Zweck: sie sind das ganze Jahr über ein Fenster in die Region. Der Blick auf den Zeller See im Morgennebel, die ersten Sonnenstrahlen auf der Schmittenhöhe oder der Gletscher im Winterlicht sind Gründe, warum viele Gäste die Kameras auch dann ansehen, wenn sie gerade gar nicht verreisen. Wer die Region erst kennenlernt, findet den Einstieg im Reiseführer und unter Zell am See-Kaprun zum ersten Mal.
Häufige Fragen
Warum zeigt die Talkamera grün und die Bergkamera Schnee?
Weil zwischen Zell am See auf 750 Metern und dem Kitzsteinhorn auf 3.029 Metern rund 2.280 Höhenmeter liegen. Das entspricht rechnerisch etwa 14 Grad Temperaturunterschied. Grünes Tal bei winterlichen Bergen ist in dieser Region der Normalfall, kein Widerspruch.
Welche Webcam sollte ich vor einem Skitag ansehen?
Die Kamera auf der Höhe, auf der Sie fahren wollen. Für das Kitzsteinhorn die Gletscherkameras, für die Schmittenhöhe die Gipfel- und Mittelstationskameras. Die Talkamera hilft nur für die Frage, wie die Anfahrt aussieht.
Wie aktuell sind die Bilder?
Die meisten Kameras aktualisieren sich in kurzen Intervallen, oft alle paar Minuten. Bei Nacht, Nebel oder Vereisung der Linse liefern sie allerdings wenig brauchbare Information. Ein schwarzes oder weißes Bild bedeutet nicht automatisch schlechtes Wetter.
Ersetzt die Webcam den Wetterbericht?
Nein. Die Webcam zeigt den Ist-Zustand an einem Punkt, der Wetterbericht die Entwicklung. Gerade im Sommer, wenn sich Gewitter innerhalb einer Stunde aufbauen, ist ein sonniges Live-Bild keine Entwarnung für eine Bergtour.
