Kurz gesagt: Der areitXpress ist die Gondelbahn, die vom Zeller Ortsteil Schüttdorf auf Areit 1.400 hinaufführt — 10er-Kabinen, rund sieben Minuten Fahrzeit, von 766 auf 1.400 Meter. Sie ist nicht die Bahn auf den Gipfel der Schmittenhöhe, sondern der schnellste Einstieg in das Wandergebiet von der Südseite des Sees aus. Wer in Schüttdorf wohnt, hat sie vor der Tür. Diese Seite erklärt, was an der Bergstation tatsächlich steht, wie es von dort weitergeht und was im Sommer nicht fährt.
Von Schüttdorf auf 1.400 Meter
Die Talstation steht in Schüttdorf, dem größten Ortsteil von Zell am See, auf 766 Metern. Von dort bringt Sie die 10er-Kabinenbahn in etwa sieben Minuten auf 1.400 Meter — ein Höhenunterschied von gut 630 Metern. Die Kabinen haben WLAN und Sitzheizung, was im Winter mehr zählt als im Juli.
Der praktische Wert liegt in der Lage. Schüttdorf hat die meisten Betten der Gemeinde, und die Talstation liegt mitten darin. Wer hier untergebracht ist, braucht für den Weg zum Berg weder Auto noch Bus. An der Talstation gibt es einen eigenen Parkplatz sowie Ladestationen für E-Autos und E-Bikes; das Infocenter des Bergbahnbetreibers sitzt ebenfalls dort.
Ein Punkt, der oft für Verwirrung sorgt: „Areit“ ist keine Ortschaft, sondern der Name des Geländeabschnitts auf 1.400 Metern. Was Karten und Prospekte als „Areit 1400“ führen, ist das Bergstationsareal mit seinen Einrichtungen — nicht ein Dorf und nicht der Gipfel.
Und noch eine Namensfrage: In Schüttdorf, auf älteren Wegweisern und in vielen Unterkunftsbeschreibungen ist von der „Areitbahn“ die Rede. Gemeint ist damit fast immer der areitXpress. Die Areitbahn II ist dagegen eine eigene, weiter oben gelegene Anlage, die im Sommer nicht in Betrieb ist. Wenn Ihre Unterkunft mit der Nähe zur „Areitbahn“ wirbt, meint sie die Talstation des areitXpress — und diese Angabe stimmt in Schüttdorf meistens.
Was an der Bergstation wartet
Areit 1.400 ist kein reiner Umsteigepunkt. Um die Bergstation herum liegt ein zusammenhängendes Familienangebot, das den Ausflug auch dann trägt, wenn niemand weiterwandern will.
Direkt an der Bergstation beginnt Schmidolins Feuertaufe, ein Erlebniswanderweg mit Rätseln und Aufgaben rund um den Schmitten-Drachen. Unterwegs liegt der Erlebnisspielplatz Schmidolins Drachenfeuer mit Spielturm. Die Benützung des Weges ist im Seilbahnticket enthalten; den Abenteuerpass dazu bekommen Sie kostenlos an den Kassen in den Talstationen, die Urkunde für den ausgefüllten Pass im Infocenter bei der areitXpress-Talstation.
Ebenfalls an der Bergstation liegt der E-Motocross Park. Erwachsene fahren dort auf Elektro-Motocross-Bikes; für jüngere Fahrerinnen und Fahrer gibt es abgetrennte Bereiche mit eigenen Alters- und Gewichtsgrenzen, darunter den Übungsparcours Schmidolins Feuerstuhl. Das Mindestalter für die Hauptstrecke liegt bei 18 Jahren, Voranmeldung ist erwünscht, und bei Schlechtwetter bleibt die Anlage geschlossen.
Der Kids Indoor Park Areit 1400 ist aus der früheren Oldtimer-Ausstellung entstanden und der ehrlichste Schlechtwettertipp am Berg: Rutschautostrecke mit Verkehrsschildern, Hüpfburg, und in der ehemaligen Bergstation der Areitbahn ein Hindernisparcours für ferngesteuerte Modellautos. Dazu kommt ein Bergrestaurant. Im Winter finden Sie an der Bergstation außerdem einen Sportshop und eine Skischule.
Weiter hinauf — und was im Sommer nicht fährt
Von Areit 1.400 führen im Winter die Areitbahn II und die Glocknerbahn weiter in Richtung Schmittenhöhe. Im Sommer stehen beide nicht auf der Liste der geöffneten Anlagen. Das ist die wichtigste Information dieser Seite, weil sie regelmäßig für Enttäuschung sorgt: Der areitXpress bringt Sie im Sommer auf 1.400 Meter, nicht auf den Gipfel.
Wer im Sommer auf die Schmittenhöhe will, geht ab Areit zu Fuß weiter — das Wegenetz ist gut markiert und die Höhendifferenz zum Gipfel überschaubar — oder nimmt gleich eine der anderen Bahnen. Die direkte Verbindung auf den Gipfel ist die Schmittenhöhebahn im Schmittental; über den cityXpress und die Route 56 erreichen Sie das Areit-Gelände ebenfalls.
Umgekehrt gilt: Wenn Ihr Ziel ohnehin das Familienangebot auf 1.400 Metern ist, sparen Sie sich mit dem areitXpress den Umweg über die Stadt komplett.
Betriebszeiten und Saison
Im Sommer 2026 fährt der areitXpress vom 23. Mai bis 13. September, täglich von 9 bis 17 Uhr. Der E-Motocross Park hat ab 23. Mai von 9.30 bis 16 Uhr geöffnet. Die Kassen richten sich nach den Betriebszeiten der Bahnen und öffnen jeweils eine Viertelstunde davor.
Zwei Einschränkungen dazu. Erstens ändern sich diese Fenster jede Saison; verbindlich sind ausschließlich die Angaben der Schmittenhöhebahn AG. Zweitens ist der areitXpress im Herbst früher geschlossen als die Schmittenhöhebahn selbst — wer im Oktober auf den Berg will, plant besser vom Schmittental aus.
Für wen sich die Bahn lohnt
Der areitXpress ist keine Sehenswürdigkeit, sondern ein Verkehrsmittel mit gutem Ausblick. Er lohnt sich klar für drei Gruppen:
- Familien mit Kindern im Grundschulalter. Feuertaufe, Spielplatz und Indoor-Park liegen alle im Umkreis der Bergstation, ohne lange Zustiege.
- Gäste in Schüttdorf. Kürzeste denkbare Anfahrt, kein Parkplatzproblem, kein Skibus.
- Wanderer, die von Süden ins Gebiet einsteigen. Ab Areit erschließt sich das Wegenetz der Schmitten ohne den Umweg über die Stadt.
Weniger sinnvoll ist die Bahn, wenn Sie das Gipfelpanorama suchen und nur einen Tag haben. Dann fahren Sie besser direkt mit der Schmittenhöhebahn hinauf und sparen sich den Anschlussweg.
Tipps für Ihren Besuch
Gästekarte prüfen, bevor Sie ein Ticket lösen. Die Sommerbergbahn ist in Zell am See häufig in der Gäste- oder Sommerkarte enthalten. Fragen Sie in der Unterkunft nach — das gilt für viele Betriebe im Ort.
Den Abenteuerpass unten mitnehmen. Er liegt an den Talstationskassen aus, nicht oben. Wer ihn vergisst, macht die Feuertaufe ohne Rätselheft — was mit Kindern die halbe Motivation kostet.
Bei unsicherem Wetter zuerst den E-Motocross-Status ansehen. Die Anlage schließt bei Regen, der Indoor-Park nicht. Wenn der Motocross-Park der Grund für den Ausflug ist, klären Sie das vor der Auffahrt.
Schichten einpacken. Zwischen Talstation und Areit liegen gut 630 Höhenmeter. Auch an heißen Tagen ist es oben spürbar kühler und windiger.



