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Wandern in Zell am See – die schönsten Touren für jedes Niveau

View from the Schmittenhöhe to Lake Zell in autumn
Foto: © Zell am See-Kaprun

Das Wichtigste in Kürze

Sechs Touren decken die ganze Bandbreite ab: von der flachen 13-km-Runde um den Zeller See bis zum 3.203 m hohen Kitzsteinhorn. Die Schmittenhöhe ist der Klassiker, der Pinzgauer Spaziergang die Tour, die Einheimische zuerst nennen. Die Saison reicht von Ende Mai bis Oktober, der September bringt die klarsten Aussichten bei den wenigsten Leuten.

Die sechs Touren im Vergleich
TourSchwierigkeitDauerDistanz oder HöhenmeterHöchster PunktGut für
Gipfelweg SchmittenhöheMittel3-4 h hinauf, 2,5 h hinunterRund 1.100 m Höhenmeter1.965 mDer Klassiker: über 30 Dreitausender vom Gipfel
Pinzgauer SpaziergangMittel4-5 h eine RichtungRund 14 km ÜberschreitungGrat ab 1.965 mLanges Gratgehen ohne technische Schwierigkeiten
Gletscherweg Kaprun zum MooserbodenMittel bis anspruchsvoll3-4 hShuttlebusse überbrücken den Anstieg2.036 mStaumauern und Gletscherlandschaft mit wenig Aufwand
Runde um den Zeller SeeLeicht2-3 hRund 13 km, flach750 mFamilien, bewölkte Tage und den ersten Morgen
Aufstieg zum KitzsteinhornAnspruchsvoll5-6 hRund 1.400 m ab dem Tal3.203 mStarke Wanderer: mit der Bahn hinauf, zu Fuß hinunter
Gipfel HundsteinMittel bis anspruchsvoll3,5-4,5 h RundwegAb Maishofen2.117 mDie ruhigere Alternative, mit Hütte am Gipfel

Wer nach unvergesslichen Wandererlebnissen in Zell am See sucht, ist hier richtig. Eingebettet zwischen dem schimmernden Zeller See und den schroffen Gipfeln der Kitzbüheler Alpen und der Hohen Tauern ist dieser Winkel des Salzburger Landes ein Traum für jeden Wanderer – ob gemütlicher Uferweg, anspruchsvoller Gipfelanstieg oder schneller Trailrun über die Bergwiesen. Hier sind die schönsten Touren, samt allem, was Sie für die Planung brauchen.

Warum Zell am See zu Österreichs besten Wanderzielen zählt

Zell am See liegt auf rund 750 Metern – Sie sind also schon auf halber Höhe, bevor Sie überhaupt die Wanderschuhe geschnürt haben. Der Ort selbst ist kompakt und gut zu Fuß zu erkunden, und die Infrastruktur stimmt: gut markierte Wege, verlässliche Bergbahnen und Hütten entlang jeder wichtigen Route. Die beste Wandersaison reicht von Ende Mai bis Oktober, wobei Juli und August die längsten Tage und die wärmsten Temperaturen bringen. Der September ist wohl die ideale Zeit: weniger Betrieb, goldenes Licht und Almwiesen in voller Farbe.

Die 6 schönsten Wanderungen in Zell am See und Kaprun

1. Gipfelweg auf die Schmittenhöhe – der Klassiker über dem See

Schwierigkeit: mittel | Dauer: 3–4 Stunden hinauf, 2,5 Stunden hinunter | Höhenmeter: rund 1.100 m

Die Schmittenhöhe (1.965 m) prägt die Silhouette von Zell am See, und der Weg auf ihren Gipfel gehört schlicht dazu. Sie können mit der Schmittenhöhebahn hinauffahren und zu Fuß absteigen – oder, wenn Sie ehrgeizig sind, die ganze Strecke vom Ort aus gehen. Der Weg beginnt nahe der Talstation und führt durch Bergwald, bevor er sich zu weiten Wiesen mit Blick auf den Zeller See und das Großglockner-Massiv im Süden öffnet.

Am Gipfel ist die Rundumsicht schlicht atemberaubend: An klaren Tagen zählen Sie mehr als 30 Gipfel über 3.000 Metern. Auch der Pinzgauer Spaziergang, der berühmte Höhenweg, beginnt hier – was die Schmittenhöhe zum natürlichen Ausgangspunkt für längere Touren macht. Gönnen Sie sich einen Kaffee in einem der Gipfelrestaurants, bevor es zurückgeht.

2. Pinzgauer Spaziergang – der legendäre Höhenweg

Schwierigkeit: mittel | Dauer: 4–5 Stunden (eine Richtung) | Distanz: rund 14 km Überschreitung

Das ist der Weg, von dem die Einheimischen schwärmen – und das zu Recht. Der Pinzgauer Spaziergang ist ein Höhenweg, der von der Schmittenhöhe nach Osten am Bergkamm entlangführt, mit dem Zeller See und dem Salzachtal die ganze Zeit unter Ihnen. Der Pfad ist bestens gepflegt und folgt einem überwiegend bequemen Grat – er ist also lang, aber technisch nicht schwierig.

Die meisten fahren mit der Bahn auf die Schmittenhöhe, gehen den Höhenweg und steigen dann nach Saalbach-Hinterglemm ab oder nehmen eine Verbindung zurück. Nehmen Sie Proviant und Wasser mit – der mittlere Abschnitt ist einsam – und starten Sie früh, um das Morgenlicht über den Gipfeln mitzunehmen.

3. Gletscherweg Kaprun – alpine Dramatik in den Hohen Tauern

Schwierigkeit: mittel bis anspruchsvoll | Dauer: 3–4 Stunden | Beste Zeit: Juli bis September

Nur 10 Kilometer südlich von Zell am See öffnet sich das Kapruner Tal zu einer der eindrucksvollsten Hochgebirgslandschaften Österreichs. Die Route hinauf durch die Sigmund-Thun-Klamm und weiter zum Stausee Mooserboden ist ein echtes Highlight – Sie gehen an tosenden Wasserfällen entlang, durch in den Fels geschlagene Stollen und treten hinaus in eine Welt aus Stein und Eis.

Der Stausee Mooserboden auf 2.036 Metern, flankiert vom Schmiedingerkees, zählt zu den beeindruckendsten Landschaften der Alpen – zugleich menschengemacht und ganz und gar natürlich. Nehmen Sie die Shuttlebusse von Kaprun hinauf und gehen Sie zwischen den beiden Staumauern – eine Route, die wenig Kondition verlangt und maximale Wirkung liefert.

4. Rund um den Zeller See – einfach und schön

Schwierigkeit: leicht | Dauer: 2–3 Stunden | Distanz: rund 13 km

Nicht jede großartige Wanderung braucht einen Gipfel. Die Runde um den Zeller See ist eine dieser Touren, die man einmal geht und sofort wiederholen möchte. Der Weg ist flach, streckenweise befestigt und führt durch Schilfgürtel, an Stränden vorbei, durch das ruhige Thumersbach am Ostufer und über die nördlichen Wiesen zurück in den Ort.

Das ist die ideale Route für Familien, für Tage, an denen die höheren Gipfel in Wolken hängen, oder für Ihren ersten Morgen in Zell am See, wenn Sie sich einfach orientieren wollen. Der Sonnenaufgang über dem See – mit der Schmittenhöhe im Wasser gespiegelt – ist einer der friedlichsten Momente, die Österreich zu bieten hat.

5. Aufstieg zum Kitzsteinhorn – Größe, vom Gletscher geformt

Schwierigkeit: anspruchsvoll | Dauer: 5–6 Stunden | Höhenmeter: rund 1.400 m ab dem Tal

Das Kitzsteinhorn (3.203 m) über Kaprun ist vor allem als Gletscherskigebiet bekannt, doch ambitionierte Wanderer können seine unteren Flanken im Sommer zu Fuß angehen. Kombinieren Sie die Gondelfahrt hinauf mit einem Abstieg zu Fuß, dann wird die Tour gut machbar. Festes Schuhwerk und Kleidung im Zwiebelprinzip sind Pflicht – selbst im August kann die Temperatur nahe dem Gletscher rasch fallen.

6. Gipfel des Hundstein – der Geheimtipp

Schwierigkeit: mittel bis anspruchsvoll | Dauer: 3,5–4,5 Stunden (Rundweg) | Gipfelhöhe: 2.117 m

Fahren Sie von Zell am See nach Osten Richtung Maishofen, und Sie finden den Ausgangspunkt für den Hundstein – eine der unterschätzten Gipfelwanderungen der Region. Der Berg liegt am Nordrand des Pinzgauer Kamms und bietet eine etwas andere Perspektive über das ganze Salzachtal und tief in die Hohen Tauern hinein.

Der Weg steigt stetig durch Lärchenwald, bevor er sich zur offenen Alm öffnet. Oben serviert die Hundsteinhütte kalte Getränke und warme Speisen – der Kaiserschmarrn ist unter Einheimischen legendär. Diese Tour ist ruhiger als die Wege auf die Schmittenhöhe und wirkt selbst in der Hochsaison selten überlaufen.

Trailrunning in Zell am See

Wer seine Berge lieber im Tempo erlebt, findet in Zell am See hervorragende Bedingungen. Besonders beliebt ist das Wegenetz der Schmittenhöhe – die Kombination aus gepflegten Pfaden, machbaren Steigungen und weiten Ausblicken macht es ideal für alles vom 45-minütigen Tempolauf bis zum Bergultra über einen ganzen Tag. Der Pinzgauer Spaziergang ist bei starken Trailrunnern als Punkt-zu-Punkt-Strecke beliebt. Die beste Zeit reicht von Ende Juni bis September, sobald der Schnee aus den Höhenwegen verschwunden und der Boden fest ist.

Praktische Tipps für Ihre Tour

  • Was anziehen: Auch im Sommer gehören eine wasserdichte Lage und eine warme Fleecejacke ins Gepäck. Das Wetter in den Alpen schlägt schnell um. Feste Wanderschuhe mit Knöchelhalt sind für alles oberhalb der Seehöhe unverzichtbar.
  • Wo starten: Die meisten Wege sind direkt vom Zentrum in Zell am See erreichbar oder nach einer kurzen Fahrt mit Auto oder Bus nach Kaprun (10 Minuten). Die Talstation der Schmittenhöhebahn liegt zehn Gehminuten vom Hauptplatz entfernt.
  • Bergbahnen: Die Schmittenhöhebahn und die Kapruner Shuttles verkehren von Ende Mai bis Ende Oktober. Aktuelle Fahrpläne finden Sie auf der Seite des Tourismusverbands Zell am See–Kaprun.
  • Karten und Navigation: Die Kompass-Wanderkarte Nr. 30 deckt die gesamte Region detailliert ab. Laden Sie zur Sicherheit Offline-Karten auf Ihr Handy.
  • Hütten: Die meisten Hütten entlang dieser Wege servieren von Ende Juni bis Anfang Oktober Speisen und Getränke. Fürs Mittagessen braucht es keine Reservierung – kommen Sie einfach hungrig.

Lust auf mehr in der Region?

Wandern in Zell am See ist nur eine Facette dessen, was dieses Ziel ausmacht. Ob Sie einen Sommerurlaub planen oder die Wanderwege mit einem Sprung in den See verbinden – es gibt immer mehr zu entdecken. Werfen Sie einen Blick in unsere Guides zu den besten Aktivitäten in Zell am See, zum Sommer in Zell am See und in den kompletten Reiseführer.

Häufige Fragen

Welche ist die schönste Wanderung in Zell am See?

Der Gipfelweg auf die Schmittenhöhe (1.965 m) ist der Klassiker, und an klaren Tagen sind vom Gipfel mehr als 30 Gipfel über 3.000 Metern zu sehen. Wenn Sie die Tour suchen, die Einheimische zuerst nennen, ist es der Pinzgauer Spaziergang, ein 14 Kilometer langer Höhenweg, der am selben Gipfel beginnt.

Wann ist die Wandersaison in Zell am See?

Von Ende Mai bis Oktober. Juli und August bringen die längsten und wärmsten Tage; der September ist wohl der schönste Monat, mit weniger Betrieb, goldenem Licht und Almwiesen in voller Farbe. Die meisten Hütten servieren von Ende Juni bis Anfang Oktober.

Gibt es leichte Wanderungen?

Ja. Die Runde um den Zeller See misst rund 13 Kilometer, ist flach und streckenweise befestigt und dauert 2 bis 3 Stunden. Sie eignet sich für Familien, für Tage mit Wolken über den Gipfeln und für den ersten Morgen zum Ankommen.

Wie lange dauert der Aufstieg auf die Schmittenhöhe?

Etwa 3 bis 4 Stunden hinauf und 2,5 Stunden hinunter, mit rund 1.100 Höhenmetern ab dem Tal. Viele fahren mit der Schmittenhöhebahn hinauf und gehen nur den Abstieg, womit die Tour zum Halbtagesausflug wird.

Kann man auf das Kitzsteinhorn wandern?

Auf die unteren Flanken ja, im Sommer. Der volle Aufstieg auf 3.203 Meter sind anspruchsvolle 5 bis 6 Stunden mit rund 1.400 Höhenmetern. Die machbare Variante ist die Gondel hinauf und der Abstieg zu Fuß. Festes Schuhwerk und Kleidung im Zwiebelprinzip sind Pflicht, denn nahe dem Gletscher fällt die Temperatur auch im August rasch.

Braucht man ein Auto für die Ausgangspunkte?

Für die meisten nicht. Die Talstation der Schmittenhöhebahn liegt zehn Gehminuten vom Hauptplatz, und die Seerunde startet im Ort. Kaprun ist rund zehn Minuten mit Bus oder Auto entfernt, und Shuttlebusse überbrücken den Anstieg zu den Kapruner Stauseen. Nur der Hundstein ist mit dem Auto einfacher, ab Maishofen.

Eignet sich die Region für Trailrunning?

Sehr gut. Das Wegenetz der Schmittenhöhe verbindet gepflegte Pfade, machbare Steigungen und weite Ausblicke und funktioniert für 45 Minuten Tempolauf ebenso wie für einen ganzen Tag. Der Pinzgauer Spaziergang ist die beliebte Punkt-zu-Punkt-Strecke starker Läufer. Das Fenster reicht von Ende Juni bis September, sobald der Schnee weg und der Boden fest ist.

Was gehört ins Gepäck?

Eine wasserdichte Lage und eine warme Fleecejacke auch im Sommer, denn das Alpenwetter schlägt schnell um, dazu Wanderschuhe mit Knöchelhalt für alles oberhalb der Seehöhe. Die Kompass-Karte Nr. 30 deckt die Region ab; laden Sie zur Sicherheit Offline-Karten.

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