Das Wichtigste in Kürze
Der Mai ist der grünste Monat der Region und der beste für Wasser. Durch die Schneeschmelze führen Bäche, Klammen und Wasserfälle so viel Wasser wie sonst nie. Im Tal ist Wandern voll möglich, in Höhenlagen liegt noch Schnee. Die Sommerbahnen und die großen Höhenziele starten erst im Lauf des Monats oder später. Der Mai ist ruhig, günstig und landschaftlich stark, aber kein Monat für hochalpine Touren oder Badeurlaub.
Wenn Sie Zell am See-Kaprun einmal in seiner intensivsten Farbe sehen wollen, kommen Sie im Mai. Die Schneeschmelze füllt jeden Bach, die Wiesen im Talboden sind sattgrün, und darüber stehen noch weiße Gipfel. Gleichzeitig ist es ruhig, weil die Sommersaison noch nicht begonnen hat. Das ist ein sehr guter Deal, wenn man weiß, worauf man sich einlässt.
Wetter im Mai
Im Mittel erreichen die Tageshöchstwerte im Tal um die 18 Grad, nachts kühlt es auf etwa 5 Grad ab. Der Mai ist damit angenehm mild, aber auch niederschlagsreich. Schauer und Gewitter am Nachmittag sind typisch, besonders in der zweiten Monatshälfte. Wer morgens startet, hat statistisch die besseren Karten.
Wasser als Hauptattraktion
Der Mai ist der Monat der maximalen Wasserführung. Das macht mehrere Ziele deutlich eindrucksvoller als im Hochsommer:
- Sigmund-Thun-Klamm: die Kapruner Ache drückt im Frühjahr mit voller Kraft durch die Schlucht. Details und Gehzeiten unter Sigmund-Thun-Klamm und Anfahrt und Parken.
- Bäche und Wasserfälle im Nationalpark: das Umfeld der Hohen Tauern zeigt sich im Mai von seiner dynamischsten Seite, siehe Nationalpark Hohe Tauern.
- Zeller See: das Ufer ist grün und leer, ideal für Spaziergänge und Fotos, Hintergrund unter Zeller See.
Wandern: unten ja, oben noch nicht
Die Faustregel im Mai lautet: alles bis etwa 1.500 Meter ist gut begehbar, darüber wird es zunehmend heikel. Auf Höhenwegen liegen noch Schneefelder, einzelne Abschnitte können gesperrt sein, und Altschnee ist im Frühjahr rutschiger als er aussieht. Bleiben Sie im Mai bewusst in mittleren Lagen. Geeignete Routen sammelt der Wanderguide, leichte Varianten finden Sie unter leichte Wanderungen auf der Schmittenhöhe, und wer geführt gehen möchte, findet Angebote unter geführte Wanderungen.
Was im Mai startet
Der Mai ist ein Anlaufmonat. Die Großglockner Hochalpenstraße öffnet nach der Schneeräumung und ist eines der großen Fahrerlebnisse der Region. Die Hochgebirgsstauseen Kaprun und die Schifffahrt am Zeller See starten je nach Jahr erst gegen Ende Mai oder im Juni. Die genauen Termine verschieben sich mit der Schneelage, prüfen Sie sie bitte aktuell.
Radfahren wird im Mai richtig gut. Die Talrouten sind frei, die Temperaturen angenehm, und es ist wenig los. Einstiege dazu unter Rad und Bike, E-Bike und Rennrad.
Für wen sich der Mai lohnt
Der Mai ist ideal für Wanderer in mittleren Lagen, Radfahrer, Fotografen und alle, die Ruhe und faire Preise suchen. Paare finden im Mai eine besonders entspannte Region vor, Ideen dazu unter romantisches Wochenende. Weniger geeignet ist der Mai für Badeurlaub, für hochalpine Gipfeltouren und für Familien, die auf das volle Sommerprogramm mit allen Bergbahnen setzen. Dafür ist der Sommer ab Juni die richtige Zeit.
Häufige Fragen
Kann man im Mai in Zell am See wandern?
Im Tal und in mittleren Lagen ja, sehr gut sogar. Die Wege rund um den Zeller See, im Kapruner Tal und auf den unteren Hängen sind schneefrei und besonders grün. Höhenwege über etwa 1.800 Metern können dagegen noch Schneefelder haben und sind teils gesperrt.
Ist der Zeller See im Mai zum Baden geeignet?
Für die meisten nicht. Der See erwärmt sich erst im Juni auf angenehme Werte. Im Mai liegt die Wassertemperatur noch deutlich darunter, das Ufer ist aber ein schönes Spazier- und Fotoziel.
Ist die Großglockner Hochalpenstraße im Mai offen?
Üblicherweise ja, sie öffnet nach der Schneeräumung im Frühjahr. Die genauen Termine und die täglichen Befahrungszeiten variieren je nach Schneelage, prüfen Sie diese vor der Fahrt.
Warum ist der Mai gut für Fotografie?
Weil drei Dinge zusammenkommen: maximale Wasserführung durch die Schneeschmelze, frisches Grün im Tal und noch schneebedeckte Gipfel darüber. Dieser Kontrast ist im Juli nicht mehr zu haben.


