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Mooserboden & Hochgebirgsstauseen Kaprun: der Stausee auf 2.040 m

Staumauer und türkiser Speichersee der Hochgebirgsstauseen Kaprun
Foto: © VERBUND

Das Wichtigste in Kürze

Der Stausee Mooserboden liegt auf 2.040 m am Talschluss des Kapruner Tals, der Wasserfallboden darunter. Hinauf kommt man nur mit Bussen und dem Lärchwand-Schrägaufzug – witterungsabhängig von 22. Mai bis 11. Oktober 2026, letzte Bergfahrt 15:30 Uhr. Oben warten die 107 Meter hohe Staumauer mit Führungen, ein Bergrestaurant und leichte Wanderwege mit Blick auf die Gletscher der Hohen Tauern. Planen Sie einen halben bis ganzen Tag ein.

Wasserfallboden und Mooserboden im Vergleich
WasserfallbodenMooserboden
Lage im Talder untere Speicherder obere Speicher, 2.040 m
Was Besucher dort machendie Bergstraße führt daran vorbei; hier startet der SchrägaufzugStaumauer, Führungen, Ausstellung, Bergrestaurant, Wanderwege
Ziel der AuffahrtZwischenstationEndpunkt des Ausflugs

Teil unseres großen Guides: Kaprun entdecken

Der Stausee Mooserboden liegt auf 2.040 Metern am Talschluss des Kapruner Tals. Zusammen mit dem tiefer gelegenen Wasserfallboden bildet er die Hochgebirgsstauseen Kaprun – türkisblaues Gletscherwasser hinter einer 107 Meter hohen Staumauer, davor die Gipfel der Hohen Tauern. Mit dem eigenen Auto kommen Sie nicht hinauf: Die letzten Etappen übernehmen Busse und der Lärchwand-Schrägaufzug.

Mooserboden und Wasserfallboden: zwei Speicher übereinander

Die beiden Speicher sammeln das Schmelzwasser der umliegenden Gletscher, liegen aber nicht auf einer Höhe. Der Wasserfallboden ist der untere der beiden; an ihm führt die Bergstraße vorbei, und von seinem oberen Ende startet der Lärchwand-Schrägaufzug. Der Mooserboden auf 2.040 Metern ist der obere – und der, an dem der Ausflug endet: Staumauer, Ausstellung, Bergrestaurant und die Wanderwege liegen alle dort. Wer von den Stauseen spricht, meint fast immer den Mooserboden.

Die Auffahrt mit dem Lärchwand-Schrägaufzug

Da es keine direkte Zufahrt mit dem eigenen Auto gibt, führt der Weg nach oben mit Bussen und dem Lärchwand-Schrägaufzug – mit 431 Metern Höhenunterschied einer der größten offenen Schrägaufzüge Europas. Schon die Fahrt ist ein kleines Abenteuer.

Erlebniswelt Strom & Staumauerführungen

Betreiber der Anlage ist der österreichische Energiekonzern VERBUND. Mehrmals täglich führen Guides durch das Innere der Staumauer; die Erlebniswelt Strom erklärt anschaulich, wie aus Gletscherwasser sauberer Strom wird – und ist im Ticket inkludiert.

Wandern & Klettersteige

  • Stromtrail – familienfreundlicher Themenweg rund um das Wasser
  • Kräuterlehrpfad mit der alpinen Pflanzenwelt
  • Höhenburg-Wanderung mit weitem Panorama
  • Klettersteigarena Höhenburg (drei Routen) und der anspruchsvolle MOBO 107 an der Staumauer
  • Zur Fürthermoaralm: leicht bergab ab der Nationalpark-Infohütte beim Bergrestaurant Mooserboden, mit Blick über die Stauseen – auch als geführte Rangertour im Nationalpark Hohe Tauern

Einkehr mit Gletscherblick

Bergrestaurants und urige Hütten laden zur Pause mit Aussicht: Während unten das türkise Wasser glitzert, reicht der Blick über Felsen, Firn und die Gipfel der Hohen Tauern.

Tipps für deinen Besuch

  • Reine Sommerdestination – die genauen Saisondaten, Betriebszeiten und Preise stehen unten im Kasten.
  • Planen Sie einen halben bis ganzen Tag ein; allein die Auffahrt dauert rund 45 Minuten pro Richtung.
  • Die letzte Bergfahrt geht deutlich vor der letzten Talfahrt – wer zu spät am Kesselfall steht, kommt gar nicht mehr hinauf.
  • Warme, winddichte Kleidung und feste Schuhe: Auf 2.040 Metern ist es regelmäßig deutlich kälter als unten im Tal.

Lohnt sich der Ausflug – und für wen nicht?

Ja, wenn Sie einen halben bis ganzen Tag Zeit haben und Hochgebirge und Ingenieurbau gleichermaßen interessant finden. Türkises Gletscherwasser, eine 107 Meter hohe Mauer und der Blick auf die Hohen Tauern gibt es in dieser Kombination kein zweites Mal in der Region, und die Auffahrt über den offenen Schrägaufzug ist ein Erlebnis für sich.

Nein, wenn eines davon zutrifft. Sie haben weniger als einen halben Tag: Die Kette aus Bus, Schrägaufzug und Anschlussbus kostet für sich genommen rund 90 Minuten hin und zurück. Das Wetter ist unbeständig: Bei tief hängenden Wolken steht man oben vor grauem Wasser und grauer Wand, und genau der Panoramablick, für den man heraufgefahren ist, fällt aus. Oder Sie sind mit sehr kleinen Kindern unterwegs, für die vier Umstiege und eine kalte, windige Staumauerkrone anstrengender sind, als es von unten aussieht.

Weitere Ausflugsideen für deinen Aufenthalt findest du in unserem Sommer-Reiseführer für Zell am See.

Staumauer-Tour buchen

Die Anlage erreichen Sie nicht mit dem eigenen Auto — die letzte Etappe läuft über Busse und einen Schrägaufzug, und genau dieses Paket steckt in der geführten Variante mit drin. Reine Sommerdestination; die genauen Saisondaten stehen oben im Kasten.

Transparenz-Hinweis: Dieser Beitrag enthält Werbelinks zu GetYourGuide. Buchen Sie darüber, erhalten wir eine kleine Provision — für Sie ändert sich der Preis dadurch nicht.

Häufige Fragen

Ist der Mooserboden dasselbe wie die Hochgebirgsstauseen Kaprun?

Fast. „Hochgebirgsstauseen Kaprun“ ist der Sammelbegriff für die beiden Speicher Wasserfallboden und Mooserboden. Besucherinnen und Besucher fahren zum oberen der beiden, dem Stausee Mooserboden auf 2.040 m – dort liegen Staumauer, Ausstellung, Bergrestaurant und die Wanderwege. Wer „Mooserboden“ sagt, meint in der Praxis den Ausflug zu den Hochgebirgsstauseen.

Wie kommt man zum Stausee Mooserboden?

Mit dem eigenen Auto nur bis zum Kesselfall Alpenhaus. Ab dort übernehmen ein Shuttlebus, der Lärchwand-Schrägaufzug und ein Anschlussbus. Die gesamte Auffahrt dauert rund 45 Minuten pro Richtung.

Wann sind die Hochgebirgsstauseen Kaprun geöffnet?

In der Saison 2026 vom 22. Mai bis 11. Oktober, witterungsabhängig. Täglich von 8:10 bis 16:45 Uhr, im Juli und August bis 17:00 Uhr. Die letzte Bergfahrt geht um 15:30 Uhr – wer später am Kesselfall steht, kommt nicht mehr hinauf.

Mooserboden oder Kitzsteinhorn – was lohnt sich mehr?

Beides sind Ganz- oder Halbtagesausflüge ab Kaprun, aber sie erzählen verschiedene Geschichten: der Mooserboden Wasser und Ingenieurbau auf 2.040 m, das Kitzsteinhorn Gletscher und Höhe auf 3.029 m. Bei tief hängenden Wolken ist der Mooserboden die robustere Wahl, weil die Staumauer und die Ausstellung auch ohne Fernsicht funktionieren.

Wie lange dauert die Wanderung um den Mooserboden?

Der Rundweg um den Stausee dauert je nach Tempo etwa 2 bis 3 Stunden und ist überwiegend leicht bis mittelschwer. Festes Schuhwerk wird empfohlen.

Sind die Hochgebirgsstauseen für Familien geeignet?

Ja – schon die Auffahrt mit Bus und Schrägaufzug ist für Kinder ein Erlebnis, und oben gibt es leichte Wanderwege und eine Erlebnisausstellung. Für sehr kleine Kinder sind die vier Umstiege und die windige Staumauerkrone allerdings anstrengender, als es von unten aussieht.

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